Am 10.8. 2026 hatten die BUND-Aktivengruppe Remchingen 15 interessierte Kinder im Alter von 8 bis 13 Jahren im Rahmen der Ferienspiele bei der Bärenhütte in Singen zu Gast, um sie über die Wildkatze zu informieren.
Schön, dass sich die örtliche Revierleiterin Sarah Zwerenz mit ihrem Hund Freddy kurz Zeit genommen hat, um den Kindern so einiges über die heimischen Wildtiere zu erklären. Sie hatte auch Anschauungsmaterial dabei u.a. ein paar Reh-Läufe, den Unterkiefer eines Wildschweins und einen Schädel einer Nutria. Auch Fotos des auf Remchinger Gemarkung überfahrenen Luchses konnten die Kinder sehen. So wie dieser Luchs können auch Wildkatzen vom Schwarzwald in Richtung Stromberg durch unsere Heimatgemeinde durchwandern.
Daher wurde im Anschluss mit den Kindern erarbeitet, wie ein wildkatzenfreundlicher Wald denn aussehen könnte und was die Wildkatze von der Hauskatze unterscheidet. So fressen die wilden Katzen hauptsächlich Mäuse; Katzenfutter aus der Dose würden sie nicht annehmen und auch nicht vertragen.
Ein ausgestopftes Exemplar einer echten Wildkatze war ebenso vorhanden, wie zum Vergleich das Fell einer Hauskatze. Die Kinder erfuhren, dass Wildkatzen mithilfe eines Lockstocks, der mit Baldrian beträufelt wird und an dem sich die Wildkatzen reiben, anhand der hängengebliebenen Haare genetisch bestimmt werden können. Denn allein aufgrund eines Fotos aus der Wildtierkamera kann man da nicht immer ganz sicher sein, ob da eine Wildkatze oder eine verwilderte Hauskatze unterwegs ist.
Ein großes Puzzle mit einem Wildkatzenwald wurde dann von allen Kindern gemeinsam zusammengesetzt. Auch konnten die Kinder im angrenzenden Wald suchen, wo denn Wildkatzen ihre Jungen verstecken würden. Es gab da zwar ein paar hohle Baumstümpfe und Holzstapel, die Kinder waren sich aber mit uns einig, dass der Wald um die Bärenhütte wohl kein idealer Wildkatzenwald ist.
So nebenbei konnten wir so manchen Müll entdecken und entsorgen, der einfach nicht in den Wald gehört. Nach drei Stunden mit viel Informationen und ein paar Spielen wurden die Kinder dann wieder abgeholt.
Wir danken Frau Zwerenz für ihren Einsatz und den Kindern fürs Kommen und das Interesse. Es war schön zu sehen, dass doch einiges an Vorwissen bei den Kindern vorhanden war.