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Schneemann

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

Corona hat das letzte Jahr ganz schön durcheinandergewirbelt. Abstand halten war plötzlich das Gebot der Stunde. Aus Pandemiesicht war das der richtige Weg. Leider wurde damit aber auch unsere Kommunikation erschwert.

Über unseren Newsletter wollen wir einen kleinen Einblick in die Umweltschutzarbeit unserer Gruppen und der Geschäftsstelle geben und so den Austausch stärken. Der Newsletter soll zukünftig regelmäßig erscheinen und auch nach Corona die Abstände (der Nordschwarzwald ist flächenmäßig ein ziemlich weitläufiges Gebiet) kleiner werden lassen.

Heute im Newsletter

  • Ortsgruppe Pforzheim
  • Ortsgruppe Biet
  • Ortsgruppe Heckengäu
  • Ortsgruppe Althengstett
  • Ortsgruppe Nagold
  • Regionalverband Nordschwarzwald
 
ORTSGRUPPE PFORZHEIM
Neue BUND-Gruppe in Pforzheim

Seit dem 22.10.2020 gibt es in Pforzheim eine BUND-Gruppe. Rund 10 Interessierte trafen sich noch kurz vor dem erneuten Lockdown im Benckiser Hof neben der BUND-Geschäftsstelle in der Habermehlstraße. Unmittelbarer Anlass für die Gründung war der „3. Runde Tisch Gewerbegebiete“ der Stadt Pforzheim. Die Planung der Stadt, ein neues Gewerbegebiet Ochsenwäldle mitten in einen gesunden Mischwald zu verorten, sei dabei aus ökologischer Sicht „schlichtweg hanebüchen“, so Susanne Duffing, Vorständin BUND-Nordschwarzwald und Mitglied der BUND-Gruppe Pforzheim.

Einladung zum Mitmachen

Pforzheim besitzt zwar viele Grünflächen, hat aber keinerlei Anlass damit verschwenderisch umzugehen. Ziel der Gruppe ist es, der Bevölkerung die Wirkzusammenhänge der Natur näherzubringen. Sie möchte damit einen Gegenpol zu einer fehlgeleiteten Umweltpolitik vieler Gemeinderätinnen und -räte und der Verwaltungsspitze darstellen. Die Mitglieder der neuen Ortsgruppe planen etliche lehrreiche Spaziergänge und andere Aktionen, um in Pforzheim den naturnahen Umgang mit dem „Grünen Gold“ verständlich zu machen. Schottergärten, Flussläufe, Bepflanzung, Baumbestand sind ein paar Stichwörter dazu.

Wer sich interessiert und dabei sein möchte, sollte die Webseite des BUND-RV Nordschwarzwald öfter aufsuchen. Wir freuen uns über jedermann und jederfrau und jedes Kind, der, die, das dabei sein wird, wenn es wieder losgeht. Bis bald!

Streuobstfrevel: 30 Jahre Pflege sollen verkauft und bebaut werden

Die Streuobstwiese in Steinegg ist zu einem unschätzbaren ökologischen Kleinod für Flora, Fauna und Menschen geworden. So sind unter anderem der Große Wiesenknopf, Orchideen und viele seltene Schmetterlinge und Fledermäuse hier ansässig. Gegen die eigenen im Biodiversitätsstärkungsgesetz (Juli 2020) festgeschriebenen Ziele, beabsichtigt das Land Baden-Württemberg den Verkauf eines Teils der Wiese an die Gemeinde Neuhausen. Für NUR 11 Bauplätze möchte die Gemeinde Neuhausen dieses Refugium für seltene Arten zerstören. Die mehr als 100 vorhanden Bauplätze auf Gemeindegebiet bleiben unangetastet. Die vom OG-Biet an den Staatssekretär, an Landtagsabgeordnete und an den LNV versandten Protestschreiben blieben bisher ergebnislos.

Streuobstwiese als ökologisches Kleinod nun Bio-zertifiziert

30 Jahre Pflege und Bewirtschaftung der Streuobstwiese Steinegg durch den BUND-Biet wurden im September durch die Bio-Zertifizierung gewürdigt! So konnte die Ortsgruppe die geernteten Birnen schon in diesem Jahr zur Herstellung von Bio-Fruchtgummis vermarkten. Die Apfelernte wurde mit Hilfe einer „mobilen Mosterei“ direkt zu 150 Liter Bio-Apfelsaft in „Bag in Box“ abgefüllt.

Streuobst-Rallye
Streuobst-Rallye in der BUND-Streuobstwoche

Am 3. Oktober machte die Ortsgruppe im Rahmen der landesweiten Streuobsttage des BUND mit einem Aktionstag mit. Trotz morgendlichen sintflutartigen Regenfällen wurde die Wiesen-Rallye mit dem Thema „Entdecke das Leben auf der Streuobstwiese“ sowie eine „Mitmachaktion“ zum Bau von Insektennisthilfen für Zuhause gut besucht.

Streuobstförderung verlängert

Wie jedes Jahr wurden zwischen Januar und März auf der Streuobstwiese Steinegg die Bäume – dieses Jahr 76 – geschnitten und das Schnittgut auf den Häckselplatz gefahren. Diese Schnittsaison war die letzte der laufenden Streuobstförderung des Landes Baden-Württemberg. Der Antrag für eine weitere Förderung wurde gestellt und inzwischen genehmigt.

Nistkästen wurden dieses Jahr weniger gut angenommen

Wie in jedem Winter wurden im Februar die gut 100 Nistkästen, die vom BUND Biet auf der Streuobstwiese angebracht worden sind, gereinigt. Leider ist die Belegung in den letzten Jahren kontinuierlich von über 100 % (durch Mehrfachbruten in einem Kasten) auf nur noch 60 % zurückgegangen.

Trockenmauer wieder komplett und ein Eldorado für Insekten

Starke Regenfälle des letzten Winters haben einige Steine aus der Krone der rund 60 Meter langen Trockenmauer herausgespült. Die Gruppe hatte die Mauer 2003 beim Steinegger Friedhof angelegt. Im Zuge der Reparaturarbeiten wurde entlang der Mauerkrone ein Blühstreifen angelegt und Insektenunterkünfte aufgestellt. Im Juli wurde die Wiese vor der Mauer gemäht, um eine Verbuschung zu verhindern.

Gewässerrandpflege im Monbachtal

Im Oktober wurde ein rund 700 Meter langer Streifen entlang des Maisgrabens im oberen Monbachtal von Bewuchs befreit. Durch die Pflegemaßnahmen kann eine artenreiche Landschaft mit vielen Blühpflanzen und seltenen Tieren erhalten werden.

Wegen Corona ausgefallen

Aktionen wie Mobil ohne Auto – autofreies Würmtal oder die Jugendferientage, an denen sich die Ortsgruppe immer beteiligt hat, haben wegen Corona nicht stattgefunden.

Aufbau Krötenzaun
Kröten kennen kein Corona

Auch während des Lockdowns waren die Mitglieder der Ortsgruppe Heckengäu dieses Frühjahr im Einsatz um – wie seit vielen Jahren – die 3 Amphibienstrecken bei Mönsheim, Wurmberg und Wiernsheim zu betreuen.

Pflegeeinsatz im Naturschutzgebiet Kalkofen

Im Herbst standen wieder verschiedene Pflegeeinsätze an. Im Naturschutzgebiet Kalkofen wurden zwei von Schafen beweidete Magerrasenstandorte nachgepflegt, um die seltenen Blumen- und Pflanzenarten, wie Silberdistel, Kartäusernelke, Küchenschelle und verschiedenen Orchideenarten zu erhalten.

Pflege der Orchideenwiesen

Im Herbst stand auch der Schutz heimischer Orchideen in Wimsheim und in Mönsheim beim Lerchenhof im Fokus. Durch die Pflegemaßnahmen findet beispielsweise die seltene Türkenbundlilie ein Refugium.

Saubermachen im Glockenturm
Auch Fledermäuse machen Mist

Im Dachstuhl der evangelischen Kirche in Mönsheim lebt eine große Fledermauspopulation. In einer Putzaktion am 5. Dezember wurde der Fledermauskot der Großen Mausohrkolonie entfernt. Seit vielen Jahren trägt die Gruppe Heckengäu zum Erhalt dieser streng geschützten Fledermausart bei. Mit großem Erfolg: Die Tiere fühlen sich wohl und richten im Sommer regelmäßig ihre Wochenstuben im Dachstuhl ein.

Ein Platz für Turmfalken

Zur Vorbereitung auf die neue Brutsaison der gefährdeten Turmfalken, stand im Dezember auch das jährliche Säubern der angebrachten Nistkästen an.

Foto von links: Herr Bürgermeister Fritsch, Simone Reusch (BUND) und Joachim Baumgärtner (Energieforum)
Lebensräume für Wildbienen und Insekten

Um eine Alternative zu den immer knapper werdenden natürlichen Lebensräumen für Insekten zu bilden, sponserte der BUND Heckengäu zu gleichen Teilen mit dem Forum für Energie & Umwelt Mönsheim sowie der Gemeinde Mönsheim ein Wildbienenhaus für insgesamt 1.000 Euro. Angefertigt wurde es samt entsprechenden Infotafeln von Mitarbeitern der JVA Heimsheim. Genauso wichtig wie die Insektenunterkunft ist auch die Blühfläche davor, deshalb wurde es direkt an einer Wildblumenwiese aufgestellt. Aktionen mit der Grundschule Mönsheim über Wildbienen sind fürs Frühjahr 2021 geplant.

Nistkastenaktion
Info-Veranstaltung mit Nistkastenaktion

Das Energieforum ist ein Zusammenschluss verschiedener Natur- und Umweltschutzakteure in Mönsheim und wird von der Gemeinde unterstützt. Gemeinsam konnten Energieforum und BUND auch dieses Jahr wieder verschiedene Aktionen wie den gemeinsamen Infostand auf dem Marktplatz Mönsheim mit Nistkastenaktion durchführen.

Fleckenputzete
Fleckenputzete

Die alljährliche Fleckenputzete „TO-GO“ in Mönsheim war dieses Jahr verbunden mit der Ausgabe von über 60 bestellten Nistkästen und Frühblüher-Samen. Bei der Fleckenputzete war der Container mit Hilfe von 34 aktiven Umweltschützern am Abend wieder „gut“ gefüllt. In diesem Jahr haben sich zu den unsäglichen Coffee-to-go Bechern, die coronabedingt notwendigen Einwegmasken in den Vordergrund gespielt. Diese sind aus Kunstfasern und bleiben achtlos weggeworfen über Jahrzehnte eine Belastung für die Natur.

Mitfahrbänke: Alte Tradition neu erfunden

Sogenannte „Mitfahrerbänke“ machen demnächst auch in Mönsheim mobil und entlasten dabei die Umwelt. Auf eine Anregung von Simone Reusch hin, die in Mönsheim auch im Gemeinderat sitzt, wurde bereits mit der Umsetzung begonnen. Für das Gestalten einer der Bänke hat der BUND Heckengäu von der Gemeinde Heimsheim eine Spende für die Vereinskasse erhalten.

Jahresausflug in den Alternativen Wolf- und Bärenpark

Der diesjährige Jahresausflug Anfang Juli führte die Mitglieder der Ortsgruppe in den Alternativen Wolf-und Bärenpark nach Bad Rippoldsau. „Alternativ", weil Besucherinnen und Besucher die dort lebenden Bären, Wölfe und Luchse aus schlechten Haltungen zwar immer noch anschauen können, der Fokusaber nicht wie bei einem Zoo oder einem engen Gehege auf dem Beobachter liegt. Die Freigehege sind offen und miteinander verbunden. Die Tiere können sich begegnen und verstecken. Ziel ist es, den Tieren ein unter den Umständen tiergerechtes Leben zu ermöglichen und die Menschen über die Missstände aufzuklären. Zurzeit leben 9 Braunbären, 2 Luchse und ein Wolfsrudel im Park. Die BUND OG Heckengäu überreichte dem Bärenpark eine großzügige Spende.

Wegen Corona ausgefallen

Der für den 27.11.2020 geplante Bildervortrag Bär & Wolf von Peter Sürth in der Alten Kelter Mönsheim wurde abgesagt. Sobald es wieder möglich ist, wird der Vortrag nachgeholt. Auch der für Anfang Dezember geplante Jahresabschluss der BUND-Gruppe fällt aus.

Lehrtafel vom Verlag Natur im Bild natur-im-bild.com
Lehrtafeln zum Teich und Wald aufgestellt

Das von der Gemeinde Althengstett als Ausgleichsmaßnahme am Ortsrand errichtete Biotop am Schnaufer-Teich beheimatet mittlerweile viele Tier- und Pflanzenarten. Auf Initiative des OV Althengstett wurde eine zweiseitige Lehrtafel angefertigt und aufgestellt. Passantinnen und Passanten können sich nun über „Das Leben am und im Teich“ und „Die Schutzfunktion des Waldes“ informieren. Das Angebot wird bereits gut angenommen. Das Projekt konnte vom OV vollständig über die Volksbank finanziert werden.

Anbringen von Nistkästen an Wohnhäuser
Schwalbeninitiative für Schwalbennester

Lebensraumverlust und der drastische Rückgang an Insekten gefährden auch die Schwalbenpopulationen vor Ort. Leider finden die Schwalben an den modernen Häusern kaum noch Nistmöglichen. Um die Schwalben zu schützen hat die Ortsgruppe Althengstett eine Schwalbeninitiative gestartet und Bürgerinnen und Bürger bei der Auswahl und beim Anbringen von Schwalbennistkästen unterstützt.

Schwalbenhaus AGROFOR Modell 30
Ein Schwalbenhaus für Althengstett

Nach ein Jahr intensiver Planungen und Vorbereitungen kann der Bau eines Schwalbenhauses in der Ortsmitte von Althengstett nun verwirklicht werden. Die Ortsgruppe hatte sich das ganze Jahr 2020 über dafür eingesetzt, Brut- und Lebensräume für die bedrohten Zugvögel zu schaffen. Die Gemeinde stellt ein geeignetes Grundstück zur Verfügung, die Finanzierung konnte die OG zum großen Teil aus eigenen Mitteln stemmen. Außerdem war man bei der Suche nach Fördermitteln erfolgreich und erhielt eine Zusage der Volksbank, sich mit 2.000 Euro zu beteiligen. Das Schwalbenhaus ist bestellt und wird spätestens im Januar 2021 aufgestellt.

 

Regionale Klimagespräche
Regionale Klimagespräche mit BUND-Mobil in Gechingen und als Online-Veranstaltung

Im Rahmen des Projekts Regionale Klimagespräche führt der BUND-Althengstett gemeinsam mit dem BUND-Nordschwarzwald vor Ort Klimagespräche mit Bürgerinnen und Bürgern. Ziel ist es zu sensibilisieren, zu informieren und auch zu fragen, was jede und jeder selbst für den Klimaschutz tun kann, wo die Kommune stärker gefragt ist und welche Befürchtungen hinsichtlich des Klimawandels bestehen. Das Projekt wird aus Fördermitteln finanziert.

Aufsuchender Dialog mit Pop-up Stand vor dem BUND-Mobil von Patrick Maier: Viele Anregungen und Ideen gingen auf dem Krämermarkt in Gechingen ein. Aus den Dialogen hat sich eine kleine engagierte Klimaschutz-Gruppe entwickelt.

Online-Veranstaltung: Der Klimawandel macht auch vor Corona nicht halt. Die Veranstaltung wurde deshalb in den digitalen Raum verlegt. Die Idee, Styropor und Einwegbehältnisse der Gastronomie-Betriebe durch Mehrwegboxen zu ersetzen, wird bereits weiterverfolgt.

Hätte der Hieb entlang der B 296 weniger stark ausfallen können?

Klimawandel und Eingriffe in das Ökosystem Wald machen auch den Wäldern bei uns in der Region schwer zu schaffen. Einen starken Eingriff, vorrangig aus Verkehrssicherungspflicht, hatte ForstBW im Herbst entlang der B 296 zwischen Calw-Stammheim und Deckenpfronn durchgeführt. Der Eingriff erstreckt sich auf rund 3,5 Hektar Fläche. Der Naturschutz stellte offen die Frage, ob der Eingriff nicht auch weniger drastisch hätte erfolgen können. Dem Pressetermin vor Ort mit Bürgerinnen und Bürgern und Naturschutzorganisationen folgte ein Termin mit Vertretern des Staatsforsts von ForstBW und des Landratsamtes Calw. In einem offenen Austausch wurden die durchgeführten Maßnahmen erklärt und diskutiert. Der Forst räumte ein, dass mehr Bäume als erwartet entfernt werden mussten. Der Naturschutz musste anerkennen, dass der Eingriff unter gegebenen Umständen nachvollziehbar war. Erfreulich ist neben dem Versprechen, in Zukunft stärken in den Dialog zu treten, dass die ökologischen und waldbaulichen Ziele von Naturschutz und ForstBW in vielen Bereichen bereits ähnlich sind. Im Bereich der B 296 wurde beispielsweise ein gemeinsames Waldrandkonzept mit Hecken und mittelhohen Bäumen entwickelt.

Waldschutzkonzepte vor Ort entwickeln

Wir wollen Bürgermeisterinnen und -meister und den Gemeinderat auffordern, ihre Waldhaushaltspläne in Richtung Ökologie und Walderhalt anzupassen. Viele Jahrzehnte diente die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes als Geldquelle für den Gemeindehaushalt. Die kommunalen Verantwortlichen müssen erkennen, dass jetzt in die Erhaltung der Wälder investiert werden muss. Es müssen ausreichend Geld- und Personalressourcen zur Pflege des Waldes bereitgestellt werden. Der Wald ist die Lebensversicherung für die Menschheit. Ihn zu erhalten ist die gemeinsame Aufgabe aller.  

Mobilfunk und Strahlenbelastung

Der Vortrag „Verantwortlicher Umgang mit Mobilfunk – Stand des Wissens, Vorsorge & Alternativen" mit Jörn Gutbier von diagnose:funk konnte unter strengen Corona-Hygienemaßnahmen am 19. Oktober in der Aula des Schulzentrums Althengstett stattfinden. Die Veranstaltung war gut besucht. Mehr Infos zum Thema unter: www.diagnose-funk.de

Webseite überarbeitet

Auf der eigenen Webseite www.bund-althengstett.de stellt sich der Ortsverband vor und geht auf regionale Aktivitäten ein.

Wegen Corona ausgefallen

Wegen Corona wurde die geplante Vorführung des Films „Aus Liebe zum Überleben“ auf 2021 verschoben. Wegen Corona wurde die geplante Vorführung des Films „Aus Liebe zum Überleben“ auf 2021 verschoben.

Wahlen konnten stattfinden

Am 06. Oktober konnte die wegen Corona verschobene MV mit den turnusgemäßen alle 3 Jahre stattfindenden Wahlen durchgeführt werden. Dabei wurde Jürgen Rabben nach 13 Jahren als Kassier verabschiedet. Sein Amt übernimmt Wolfgang Biegel. Vorsitzender und stellvertretende Vorsitzende bleiben weiterhin Thomas Ebinger und Annegreth Fezer-Brenner.

Bildvortrag „Mit dem Fahrrad auf dem Jakobsweg“

An einem lauen Spätsommerabend Mitte September fand der beeindruckenden Open-Air Bildvortrag „Mit dem Fahrrad auf dem Jakobsweg“ auf dem Hohbühl in Mindersbach vor knapp 50 Besucherinnen und Besuchern statt. Auf den sonst üblichen kleinen Imbiss wurde auf Grund von Corona verzichtet.

Pilzaustellung
Pilzausstellung in der Forstkugel

Die Pilzausstellung in der Forstkugel am 11. Oktober konnte unter einem mit der Stadt abgestimmtem Abstands- und Hygienekonzept durchgeführt werden. Der BUND präsentierte die faszinierende Vielfalt der heimischen Pilzwelt vor 85 Besuchern. Glücklicherweise haben Regenfälle im Vorfeld der Ausstellung dazu geführt, dass die Pilze noch gut gewachsen sind und rund 100 verschiedene Arten gezeigt werden konnten.

Impressionen Ortsverband Nagold
Wildbienennistkästen selber bauen

Im Juni konnte die erste Präsenzsitzung im Freien abgehalten werden mit dem Thema Wildbienen und Bau geeigneter Nistmöglichkeiten. Einen Bericht davon gibt es auch auf der Webseite des Regionalverbands.

Plantanenkubus: Vortrag Prof. Dr. Ludwig
Nagold als Mekka der Grünplaner

Das Thema Stadtbegrünung spielt im Hinblick auf den Klimawandel eine immer wichtiger werdende Rolle. Pflanzen an Dächern, Fassaden und im Stadtraum können zur Abkühlung der Städte beitragen. Um Architektinnen und Stadtplanern diesen Gedanken zu vermitteln, veranstaltete die BUND Ortsgruppe in Zusammenarbeit mit der Stadt Nagold, der Nagolder Weidenwerkstatt und der Gartenakademie am 24. September den Fachtag „Grüne Urbanität für lebenswerte Städte“.

Rund 40 Landschafts- und Stadtplanerinnen und -planer folgten der Einladung in die Stadthalle, wo sie sich in Fachvorträgen und durch eigene Anschauung beim einem Rundgang über besondere Grünprojekte in Nagold (Platanenkubus, wachsende Kirche und künstlerische Weidenobjekte) aus erster Hand informieren konnten. Abgerundet wurde der Fachtag durch Vorträge des Schweizer Naturfotografen und Buchautors Conrad Amber zu den Themen „Bäume auf die Dächer, Wälder in die Stadt“ sowie „Baumwelten“.

Wegen Corona ausgefallen

Ausgefallen sind der BUND-Stand bei der Gartenmesse am 09./10. Mai 2020, die Burgbewirtung an Fronleichnam, sowie die Exkursion „Im Bann des wilden Sees“ im NLP Schwarzwald. Diese Aktionen sollen in 2021 nachgeholt werden.

Von Mai bis Juli fielen einige Sitzungen und alle Reparaturcafés aus.

Neuer Geschäftsführer Patrick Maier

Patrick Maier ist seit Mai Geschäftsführer beim BUND-Nordschwarzwald. Neben dem Schutz von Natur und Umwelt stehen aktuell der Austausch, die Verknüpfung und die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit im Fokus. Corona macht dieses Unterfangen nicht leichter, aber zum Glück auch nicht unmöglich, beflügelt sogar manchmal die Fantasie und fördert den digitalen Austausch. Die digitalen Möglichkeiten stellen dabei im Hinblick auf ein großes Gebiet zwischen der A 8 im Osten und dem Nationalpark im Westen einen echter Mehrwert und eine sinnvolle Erweiterung bestehender Kommunikationsstrukturen dar.

Digitalisierungsschub durch Corona

Zoom, Online-Konferenzen und digitaler Austausch. Den Sprung den wir als Gesellschaft und als BUND im letzten halben Jahr gemacht haben, ist groß. Viele positive Aspekte sind damit verknüpft. Veranstaltungen sind weniger zeitintensiv, unsere Teilhabe hängt weniger vom Wohnort ab und wir tun der Umwelt gutes, wenn wir nicht mehr mit dem Auto zu Treffen fahren. Manchmal geht der digitale Trend zu Lasten eines persönlichen Austausches.

Schauen wir auf die Region: Als erste Amtshandlung wurde die digitale Sprechstunde eingeführt. Wir sind damit Vorreiter auf BUND-Ebene. Noch wird sie relativ wenig genutzt. Die digitalen Möglichkeiten stellen dabei im Hinblick auf ein großes Gebiet zwischen der A 8 im Osten und dem Nationalpark im Westen einen echten Mehrwert und eine sinnvolle Erweiterung bestehender Kommunikationsstrukturen dar.

Was ist nach Corona? Auch nach Corona sollte ein wissenschaftlicher Austausch – auch im Hinblick auf ältere Zielgruppen – zumindest teilweise online stattfinden. Das Gleiche gilt im Hinblick auf den Austausch untereinander. Kein Ersatz, aber ein sinnvoller Zusatz. Warum nicht ein paar kurze Online-Arbeitstreffen machen und dann ein längeres gemeinsames Treffen in einem Café, im Restaurant oder in privaten Räumlichkeiten einplanen. Hier könnte dann auch mehr Gewicht auf dem Geselligen liegen.

Webseite neugestaltet

Die Webseite stellt die zentrale Informationsquelle und damit auch die Visitenkarte vom BUND-Nordschwarzwald dar. Gemeinsam mit Ehrenamtlichen vor Ort und durch die Unterstützung des Landesverbands haben wir unsere Webseite neu gestaltet und können nun deutlich übersichtlicher und mit mehr Bildern auf unsere Aktionen blicken.

Mitgliederversammlung trotz Corona

2 Mal haben wir dieses Jahr zur Mitgliederversammlung eingeladen. Am 14.9. – und damit in der ersten Woche nach den Schulferien – konnten wir die Versammlung mit mehr als 40 Mitgliedern abhalten. In einem Hochzeitssaal hatten wir genug Platz, um die Sicherheitsabstände zu gewährleisten. Mit großer Mehrheit wurde die neue Satzung verabschiedet. Zu Versammlungen kann danach zukünftig auch per Mail eingeladen werden. Außerdem können Versammlungen nach Bedarf auch online stattfinden. Neu war, dass die Gruppen selbst über ihre Pläne und Aktionen berichtet haben.

Interview mit Pforzheimer Zeitung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Natur- und Umweltschutzthemen spielen in der heutigen Zeit eine sehr wichtige Rolle in der Öffentlichkeit. Als BUND-Nordschwarzwald wurden wir beispielsweise zum Schlachthofskandal bei Müllerfleisch, zum Wolf und zu invasiven Arten in mehreren Medien abgebildet. Unser Interview zum Steinkrebs landete über die dpa unter anderem auch in der Zeit, der Süddeutschen Zeitung und bei ntv.

Kennenlernen der Gruppen

Ohne die Menschen vor Ort keinen BUND – so einfach. Es ist schön zu sehen, wie sich die Gruppen und Ehrenamtlichen für die Natur und die Umwelt engagieren und es war angenehm, als „Neuer“ so freundlich und hilfsbereit empfangen worden zu sein. Ein Jahreswechsel ist dabei eine gute Möglichkeit, um auf das Erreichte zurückzuschauen. Einzeln sind die Aktionen nicht immer groß, zusammengenommen machen sie unsere Region aber deutlich lebenswerter. Für uns und für viele Arten. Ohne die Menschen vor Ort keinen BUND – so einfach. Es ist schön zu sehen, wie sich die Gruppen und Ehrenamtlichen für die Natur und die Umwelt engagieren und es war angenehm, als „Neuer“ so freundlich und hilfsbereit empfangen worden zu sein. Ein Jahreswechsel ist dabei eine gute Möglichkeit, um auf das Erreichte zurückzuschauen. Einzeln sind die Aktionen nicht immer groß, zusammengenommen machen sie unsere Region aber deutlich lebenswerter. Für uns und für viele Arten.

Mehr Transparenz und Austausch

Der Vorschlag „mehr Austausch und mehr Transparenz“ aus dem Kreisverband Freudenstadt spricht vielen, so auch dem Regionalverband, aus der Seele. Was wird und kann weitergeleitet werden, wie können Informationen effektiv und effizient geteilt werden, wie wird eine Überfüllung des Email-Postfaches vermieden? Was am Anfang einfach klingt, machen die Datenschutzverordnung oder auch der Alltag nicht leichter. Eine erste Verbesserung soll durch regelmäßig erscheinende Newsletter erzielt werden. Positiver Nebeneffekt: Über den Newsletter-Verteiler können dann auch Infos schneller und zielgerichteter geteilt werden.

Ringvorlesung Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit
Natur- und Umweltbildung & Exkursionen

Im Umweltmanagement wird oft vom Kopf-Herz-Hand-Konzept gesprochen. Das bedeutet, dass als erster Schritt beim Umweltschutz ein Verständnis für die Natur geschaffen werden muss. Als zweiter Schritt soll aus diesem Wissen eine emotionale Verbundenheit entstehen. Als BUND-Nordschwarzwald wollen wir hier im nächsten Jahr noch mehr machen. Das umfasst die Kinder- und Jugendarbeit im privaten wie auch im schulischen Bereich.

Eine erste Einheit konnten wir im Dezember als Online-Veranstaltung bereits mit Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse des Reuchlin-Gymnasiums zum Insektensterben und zur Wildbiene durchführen. Im Bereich der Erwachsenenbildung ist aus dem Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit der Hochschule Pforzheim ein Lehrauftrag für das Sommersemester im Bereich Umweltethik entstanden. Schön wäre es, wenn wir mit unseren erfahrenen Mitgliedern eine Reihe an (Online- und Präsenz-)Vorträgen und Exkursionen für Jung und Alt anbieten könnten.

Europäischer Braunbären (Ursus arctos) Kaja und Arian im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald
Kooperation mit dem Alternativen Wolf- und Bärenpark

Im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald in Bad Rippoldsau-Schapbach haben Wölfe, Bären und Luchse aus teils miserablen Haltungsformen ein neues und schönes Zuhause gefunden. Mit großem Engagement setzt sich das Team des Parks für die Tiere und den Natur-/Umweltschutz ein. Als Kooperationspartner wollen wir im Frühjahr gemeinsam eine Wildbienenunterkunft bauen und Kinder und Jugendliche einbinden.

Waldexkursion
Wald, Waldwirtschaft & Dialog mit Forst

Im Nordschwarzwald steckt der Wald schon im Namen. Wir haben in den letzten Jahren Sturmschäden, Eisbruch, Trocken- und Hitzeschäden gesehen. Fichten sind in großen Maße vom Borkenkäfer befallen worden. Rot- und Schwarzwild machen der Naturverjüngung zu schaffen. In vielen Gebieten wurden in der Vergangenheit nicht standorttypische Wälder gepflanzt. Zusammengefasst wird klar: Dem Wald geht es nicht gut. Ein Austausch und eine gute Zusammenarbeit zwischen Forst und Naturschutz ist vor diesem Hintergrund wichtig. Als positiv ist dahingehend die Kennenlern-Exkursion oder die Exkursion mit dem Forst Enzkreis zum Klimawandel im Wald oder auch das Arbeitstreffen mit dem ForstBW zu Baumfällarbeiten in Büchelbronn zu sehen.

Flächenverbrauch und Umweltverlust

Der Flächenverbrauch betrifft uns in vielfältiger Hinsicht. Straßenbau im Nagoldtag, Gewerbegebiet im Wald von Pforzheim oder ein Wohngebiet in Steinegg auf der Streuobstwiese. Exemplarisch stehen diese Beispiele für systematische Defizite im Natur- und Umweltschutz.

Nagoldtal
Dreispurigen Ausbau der B 463 im Landkreis Calw stoppen

In einem großen Bündnis aus NABU, GRÜNEN, Linke, SPD, Fridays for Future Calw/Nagold, VCD, Vertreter des Klimaschutzrates Nagold setzen wir uns gegen einen teilweisen Ausbau der B 463 zwischen Pforzheim und Nagold ein. Die Politik möchte die Mobilitätswende erreichen und hat 2020 das Klimaschutzgesetzt novelliert. Vor Ort kommt Einsicht allerdings nicht an und wir sehen in weiten Bereichen immer noch eine systematisch starke Verbundenheit zum Auto.

Streuobstwiese Biet retten

Im Biodiversitätsstärkungsgesetz wurde explizit der Wert von Streuobstwiesen als Lebensraum und Kulturgut herausgestellt. Vor Ort werden Streuobstwiesen leider aber immer noch als attraktive Bauflächen gesehen und auch das Land Baden-Württemberg hält sich in vielen Fällen nicht an die eigenen Leitlinien, wie beispielsweise in Biet: Nach 30 Jahren intensiver Pflege hat das Land der Ortsgruppe Biet die Streuobstfläche gekündigt um die Fläche an die Gemeinde Neuhausen verkaufen zu können. Die Gemeinde plant dort Einfamilienhäuser. Als BUND-Nordschwarzwald unterstützen wir die Ortsgruppe.

Ochsenwäldle und Klapfenhardt schützen
Kein Gewerbegebiet Ochsenwäldle

56 Hektar Mischwald mit vielen geschützten und seltenen Arten sind im Wald von Pforzheim in Gefahr. Der Gemeinderat plant trotz aller naturschutzfachlichen Bedenken und Verbotstatbeständen weiter mit einem Gewerbegebiet Ochsenwäldle. Es hat sich ein großes Bündnis aus Naturschutz, Parteien, Anwohnenden und einer interessierten Bevölkerung zusammengeschlossen um gegen die Pläne vorzugehen, beziehungsweise um die Stadt Pforzheim frühzeitig vor einer ökonomischen, gesellschaftlichen und vor allem ökologischen Fehlplanung zu bewahren.

Wahlprüfsteine Landtagswahl 2021

Gemeinsam mit den BUND-Gruppen haben wir auf Grundlage der gemeinsamen Wahlforderungen von BUND und NABU: „Für ein modernes und nachhaltiges Baden- Württemberg – mehr Biodiversität und Klimaschutz!“ regionale Wahlprüfsteine für die Landtagswahl am 14. März 2021 zusammengetragen. Ziel ist, dass die Kandidatinnen und Kandidaten die Fragen beantworten und wir so einen besseren Einblick in Ziele der Parteien bekommen. Außerdem können wir die Wahlprüfsteine auch in politischen Diskussionen und Fragerunden als Themenkatalog nutzen. Sobald die Wahlprüfsteine überarbeitet wurden, werden sie auf der Webseite veröffentlicht.

Gespräch mit dem BUND-Althengstett
Fördererwerbung in der Region

Als BUND leben wir von unseren Mitgliedern und Förderern. Um in der Region für den BUND zu werben, waren ab Mitte September junge Werberinnen und Werber unterwegs. Durch die Aktion haben wir fast 200 neue Mitglieder dazugewonnen.

Ochsenwäldle retten
Gemeinsam sind wir stark

Beim Ochsenwäldle oder beim 3-spurigen Ausbau der Bundesstraße B 463 hat sich gezeigt, dass wir als Natur- und Umweltschützerinnen und -schützer vom Austausch leben und gemeinsam stärker sein können. Dabei geht es nicht, dass wir immer gleiche Schwerpunkte setzen, sondern darum, dass wir gemeinsam an einer besseren und nachhaltigeren Zukunft arbeiten.

Pflegemaßnahme Mühlacker/Hohlweg
Junges Ehrenamt: Pflegemaßnahmen

Wie können wir junge Menschen dafür gewinnen, sich für den Natur- und Umweltschutz zu engagieren? Am einfachsten ist es, wenn sie sich selbst melden. Mit Audrey und Laura hatte wir dieses Glück im Herbst und so konnten wir in windeseile die Flächen rund um Mühlacker pflegen. Mehr zu den beiden finden Sie hier.

Im Frühjahr 2021 werden wir mit Lena, ebenfalls eine Studentin aus der Region, und Familie Faaß aus Feldrennach eine Wildbienenaktion im Bärenpark starten. Mehr dazu im nächsten Newsletter und auf unserer Webseite.

Der Newsletter lebt von seinen Inhalten. Machen Sie mit, und schicken Sie uns Ihre Aktionen, Fotos und Termine bis zum 15.3.2021 zu. Der nächste Newsletter soll am 1.4.2021 erscheinen.

Herzliche Grüße und ein gutes, erfolgreiches und gesundes Jahr 2021

Ihr BUND-Nordschwarzwald Team