Wintersport: Klimawandel, Skigebiete und Naturzerstörung

30. April 2026 | Naturschutz, Natur-/Umwelt-/Klimaschutz

Wir schauen zurück auf den Winter 2025/26 und beleuchten de Seilbahn-, Pisten- und Speicherteichbau.

Baumfällungen und Pistenanpassungen im Skigebiet Fellhorn-Kanzelwand  (BUND Naturschutz Kempten-Oberallgäu / BUND Naturschutz Kempten-Oberallgäu)

Der Klimawandel mit höheren Temperaturen und länger andauernden Wetterlagen macht (planbaren) Wintersport zunehmend unmöglich. Besonders stark betroffen sind die Mittelgebirgslagen. Wir werfen einen Blick auf die ökonomischen und ökologischen Folgen der Beschneiung und des Pistenbetriebs. Dabei betrachten wir nicht nur unsere kleineren Skigebiete im Nordschwarzwald, die seit Jahren vor allem auf Bestandsflächen wirtschaften und keine größeren Eingriffe mehr verursacht haben.

Am Beispiel der Scheidtobelbahn im Fellhorn-Kanzelwand-Gebiet wird deutlich, wie groß die Eingriffe in die Natur in vielen Skigebieten tatsächlich sind. Geplant ist ein Seilbahnbau, der deutlich über die bisherigen Bestandsflächen hinausgeht, ebenso Pistenanpassungen sowie ein riesiger geplanter Speichersee. Zudem steht eine bayerische Landesregierung in der Kritik, die politisch die Weichen in Richtung Naturverbrauch stellt und die frühzeitige Beteiligung deutlich erschwert hat. Auch das Landratsamt Oberallgäu gerät erneut in den Fokus, das bereits beim skandalösen Eingriff in den Rappenalpbach bei Oberstdorf keine gute Figur gemacht hat. Schließlich geht es auch um den BN Oberallgäu-Kempten, der sich seit Jahrzehnten für den Schutz der Natur einsetzt.

Wenn ihr mehr über die Realität in Skigebieten und die Skigebietsplanung wissen möchtet:

 

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