Klappstuhl-Talk zur Landtagswahl 2026

25. Februar 2026 | Moore

Am 8. März gehen wir wählen. Nur wen und welche Partei?

Klappstuhl-Tallk zur Landtagswahl 2026  (BUND Nordschwarzwald / BUND Nordschwarzwald)

Wir haben mit vielen Kandidat*innen der Landtagswahl 2026 gesprochen und sie gefragt, wie sie zu zentralen Umweltthemen stehen. Das war nur dank des großen ehrenamtlichen Engagements und in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und Einrichtungen möglich. Und auch, weil sich die Kandidatinnen und Kandidaten Zeit genommen haben!

Es gibt Länder, in denen es keine echte Wahl gibt. Es gibt Länder, in denen Proteste gegen die Regierung blutig unterdrückt werden. Es gibt Länder, in denen de facto nur zwei Parteien zur Wahl stehen. Viele Menschen würden sich unsere Parteienvielfalt wünschen.

Wir danken allen Kandidat*innen für ihren Einsatz für die Demokratie auf Grundlage unserer Verfassung. Bitte geht am 8. März wählen – und trefft eine kluge Entscheidung.

Die Videos findet ihr auf Instagram:

Wahlkreis Freudenstadt

Wahlkreis Pforzheim

Und auf YouTube:

Wahlkreis Freudenstadt

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WhatsApp-Kanal des BUND Nordschwarzwald mit gekürzten Videos: https://whatsapp.com/channel/0029Vb4Hlgr5K3zZaVi3xy05

 

Hintergrund

Die Politik überbietet sich aktuell oft selbst, wenn es darum geht, gesellschaftliche Grundversorgung wort- und emotionsreich zu streichen. Gleichzeitig wird der angeblich überbordende Klima- und Umweltschutz als Sündenbock für eine stockende Wirtschaft dargestellt.

Oft fühlen wir uns dabei klein und hilflos. Aber ist das wirklich so? Nein.

Der Sozialpsychologe Harald Welzer zeigte bereits 2013, dass nur rund 3 bis 5 Prozent einer Bevölkerung ausreichen, um nachhaltige Veränderungen anzustoßen (Link: Deutschlandfunk). Ein Team um die Politikwissenschaftlerin Erica Chenoweth von der Harvard University untersuchte, wie viele Menschen auf die Straße gehen müssen, damit Politik wirksame Maßnahmen gegen die Erderhitzung ergreift. Ergebnis: Nur etwa 3,5 Prozent der Bevölkerung genügen – friedliche Proteste wirken dabei etwa doppelt so erfolgreich wie gewaltsame (Link: forum.eu).

Wir sehen gerade, dass dieses Prinzip auch von Rechtsaußen genutzt wird. Wir haben jedoch den Vorteil, dass wir mehr sind – und friedlich handeln. Allein der BUND Baden-Württemberg zählt 90.000 Mitglieder und Förderer*innen, das sind 0,8 Prozent der Bevölkerung in BW. Zum Vergleich: Die CDU hat rund 53.000 Mitglieder, die SPD etwa 30.800 und die Grünen 22.000. Zusammen mit anderen Umweltverbänden verfügen wir über ein Potenzial, das die Parteimitgliedschaften übersteigt.

Die „Macht des Zweifels“ (Link: Spiegel) ist ein zentrales Werkzeug des Lobbyismus gegen Klimaschutz. Wir können Zuversicht, Mut und Engagement entgegensetzen.

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