Die Amphibienwanderung hat begonnen!

10. März 2026

BUND Heckengäu - Gruppe Wiernsheim im Einsatz beim Aufbau der Schutzzäune  (Simone Reusch / BUND Nordschwarzwald)

Mit den ersten wärmeren Tagen im Februar und einsetzendem Regen hat die Amphibienwanderung bei uns im Heckengäu begonnen. 

Temperaturen über 5 °C und Regen abends sind ideale Voraussetzungen für die Wanderung von Kröten, Fröschen, Molchen und Feuersalamandern zu ihren Laichgewässern. 

Leider überleben viele Amphibien die ersten Tage nach dem Winter nicht. Auf ihrer Wanderung müssen die Tiere häufig Straßen überqueren – das ist für die kleinen, gut getarnten Tiere lebensgefährlich. An manchen Orten sterben bis zu 70 Prozent der kleinen Wanderer bei der Überquerung einer einzigen Straße. Ganze Populationen können auf diese Weise umkommen.  

Um die Tiere vor dem Tod durch Überfahren zu schützen, hat der BUND Heckengäu am 11.02.2026, zusammen mit der GSI Enzkreis (Gemeinnützige Service- und Integrations-Gesellschaft Enzkreis), den Schutzzaun für Amphibien an der K4568 Mönsheim-Wimsheim und beim RBW an der L1134 zwischen Mönsheim-Wiernsheim aufgebaut. 

Die GSI hat bei nasskaltem Wetter, die schweren Folienzäune aufgestellt und hinter dem Zaun Eimer eingegraben. Offene Stellen unter dem Zaun wurden mit Erde verschlossen, so dass Kröten und Molche nicht unter dem Zaun hindurchkriechen können. Ermöglicht wurde die Zusammenarbeit mit der GSI durch die Amphibienbeauftragte vom Landratsamt Enzkreis, Frau Würstlin.

Der BUND Heckengäu bedankt sich für die tatkräftige Hilfe bei den Mitarbeitern der GSI, die damit die Arbeit der Ehrenamtlichen vor Ort unterstützen. 

Ehrenamtliche Helfer sind während der nächsten 8 bis 10 Wochen morgens und abends unterwegs um die Amphibien sicher über die Straße zu bringen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Amphibien-Population. 

Der BUND Heckengäu bittet Autofahrer während dieser Zeit, die Geschwindigkeitsbegrenzungen zum Schutz der ehrenamtlichen Helfer und der Amphibien einzuhalten. 

Es wird empfohlen, an den Amphibienwanderstrecken nicht schneller als 30 km/h zu fahren, da so der tödliche Luftstrom für die Amphibien verhindert wird. 

Ansprechpartner für die Strecke beim RBW in Wiernsheim ist Max Zundel. 

Für die Strecke Mönsheim -Wimsheim sind wie gewohnt die Ansprechpartner Monika Klinger und Simone Reusch.

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