BUND Regionalverband Nordschwarzwald

12. April 2022

Hallo!

Während ich an meinem Blog gearbeitet habe, hat sich Patrick mit den Schülern des Otto-Hahn-Gymnasiums in Nagold über das Internet  getroffen und über dieses sehr wichtige Thema gesprochen:

Blühflächen werden immer knapper. Der eigene Garten kann ein Rückzugsraum sein. Wilde Ecken und viel Raum fürs Leben  (Patrick Maier / BUND Nordschwarzwald)

Wir haben zu wenig Unordnung im Garten.

Weltweit verlieren wir aktuell jeden Tag bis zu 150 Arten. In Deutschland sieht es nicht viel besser aus. Innerhalb von wenigen Jahrzehnten haben wir zum Beispiel 70 bis 80 Prozent unserer Insektenbiomasse verloren und greifen damit massiv in die Nahrungskette und das Bestäubungsnetzwerk ein. Lebensraumverlust, Pestizide und Überdünung sind nur 3 Aspekte, die zu diesem dramatischen Einbruch geführt haben. Die Landwirtschaft hat ursprüngliche viele Lebensräume wie Almen, Offenlandschaften, Mähwiesen und Heckenstrukturen geschaffen. Durch die Industrialisierung vieler landwirtschaftlicher Prozesse sind eine Vielzahl dieser Lebensräume zerstört worden.

Auf die landwirtschaftlichen Flächen haben wir keinen direkten Zugriff. Viele Menschen im ländlichen Raum haben aber einen Garten oder einen großen Balkon. Leider sind großer Teile dieser Gärten oft versiegelt oder (verbotenerweise) geschottert. Nicht viel besser sind unsere englischen Rasenflächen und Kirschlorbeer-Hecken. Ein ökologisch hochwertiger Garten ist nicht schwer. Er ist bunt! Würden wir mehr Unordnung im Sinne von wilden Ecken zulassen, würden sich viele Tiere und Pflanzen bei uns wohl fühlen können. Brennnesseln sind echte Alleskönner. Heimische Blühpflanzen bringen das ganze Jahr über Farbe in den Garten. Wer dann noch einen Streifen (Altgrasstreifen) über den Winter stehen lässt, hat viele Insekten und Wildbienen unterstützt.

Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse des OHG Nagold haben wir uns die Frage gestellt, wie wir Lebensräume für Insekten und Wildbienen schaffen können. Wir sind gespannt, wie sich der neu angelegte Blühstreifen der Schule entwickelt… Einen Vorteil des Naturgartens haben wir vergessen zu erwähnen: Er muss nur noch ein- bis zweimal pro Jahr gemäht werden!

Wie fandest du das?

Bis bald und Viel Spaß!

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